Ausschuss Politik und Gesellschaft

 
Die konstituierende Vollversammlung hat am 21. März 2026 beschlossen, den Ausschuss Politik und Gesellschaft erneut einzurichten. 
 
In der Begründung zum Antrag hieß es: Seit Jahren verschärfen sich in Deutschland und Europa die politischen und weltanschaulichen Auseinandersetzungen, die einzelne Menschen, Gruppierungen und Institutionen, gerade auch die Kirchen, in ihren Grundhaltungen herausfordern.
Schlaglichtartig dazu vier Fragen:
  • Wie kann die Kirche ihrer Verantwortung gegenüber Geflüchteten, Kranken, Sterbenden und prekär Lebenden und Minderheiten gerecht werden, wenn humanitäre und rechtliche Verpflichtungen - auch solche, di im christlichen Ethos verwurzelt sind - zunehmend in Frage gestellt werden?
  • Wie lässt sich der biblische Auftrag zur Gerechtigkeit und zum Friede in einer Zeit umsetzen, in der machpolitische, geopolitische und technologische Umbrüche alte Gewissheiten erschüttern?
  • Wo kann Kirche Demokratie stützen und antidemokratischen Kräften entgegentreten?
  • Wie können wir das Ausmaß unserer Verantwortung für die Bewahrung der Schöpfung und die Zukunft kommender Generationen besser verstehen und in konkretes Handeln übersetzen?
In der Vergangenheit hat der Ausschuss u.a. folgende Impulse gesetzt:
  • Friedensethische Orientierungen Auseinandersetzung mit theologischen, ethischen und praktischen Herausforderungen in der Friedensförderung.
  • Das Phänomen von Rechtspopulismus und Rechtsextremismus wurde analysiert, in einer Vollversammlung mit Expert:innen diskutiert und in einer Handreichung für kirchliche Akteur:innen aufbereitet und überarbeitet.
  • Auseinandersetzung mit der Frage wie Demokratie in der Kirche gelebt und wie die Kirche zur Stabilisierung demokratischer Prozesse beitragen kann.
  •  Erste Gedanken zur Digitalisierung / technologiegetriebenen Wandel von Lebens- und Machtverhältnissen und möglicher Vernetzung mit anderen kirchlichen Akteuren
Die Vollversammlung erteilt dem Ausschuss „Politik und Gesellschaft“ die Aufgabe, sich mit den genannten Themen weiter zu befassen und diese zu vertiefen. Die Arbeit soll in der Praxis des Diözesanrats und der Erzdiözese sichtbar gemacht werden. Der Ausschuss wird dabei politische und gesellschaftliche Entwicklungen kritisch begleiten, Handlungsempfehlungen erarbeiten und Dialoge mit relevanten Akteuren führen. 
 
In der konstituierenden Sitzung des Ausschusses wurden Hermann Schwörer zum Vorsitzenden und Rainer Peghini zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt.
 

Termine Ausschuss Politik und Gesellschaft

  
Sa. 10.10.2026, 09:00 - 13:00
 

Mitglieder im Ausschuss Politik und Gesellschaft