Kolonialität der Macht, Eurozentrismus und Lateinamerika

Aníbal Quijano

Materialistische Theorie der Kolonialität und Dekolonisierung

Die von Anibal Quijano hauptsächlich formulierte Theorie der Kolonialität der Macht hat die Auseinandersetzung mit den Konzepten der Kolonialität stark geprägt.
 
In seinem Buch „Kolonialität der Macht, Eurozentrismus und Lateinamerika“ setzt sich Aníbal Quijano damit auseinander, wie die Kolonialität über den Kolonialismus hinaus in der globalen Machtstruktur fortbesteht und wie Lateinamerika dieses Machtmuster maßgeblich geprägt hat. Quijano argumentiert, dass rassistische Klassifizierung, die Durchsetzung eines eurozentrischen Wissensmodells und die Verknüpfung von Arbeit und Ressourcen im Kapitalismus Schlüsselelemente der Kolonialität der Macht sind, die bis heute wirksam sind.