In diesem Jahr hat die Kommission Schöpfung und Umwelt die Ausschüttung von genau 2.421.300 Euro beschlossen. Damit wurden fünf neue Projekte auf den Weg gebracht von denen mittelbar oder unmittelbar die Kirchengemeinden und die Schöpfung profitieren. Die Projektbudgets gehen an die Kirchengemeinde Herz Jesu Pforzheim, die Kirchengemeinde Karlsruhe und an die Stabsstelle Schöpfung und Umwelt.
2,4 Mio. Euro für fünf neue Projekte aus dem Klimaschutz-Fonds
Beim Klimaschutz-Fonds können sich Kirchengemeinden und diözesane Einrichtungen laufend bewerben. Bewerbungsschluss für die nächste Sitzung der Kommission ist am 12. Oktober 2026. Die Entscheidungen fallen Anfang November.
Klimaneutralität bis 2030 in zwei Kirchengemeinden
Sowohl die Kirchengemeinde Herz-Jesu Pforzheim als auch die Kirchengemeinde Karlsruhe haben sich entschieden, das Ziel der Klimaneutralität bis 2030 auf die Pfarrei zu übertragen. Sie wollen sowohl im Gebäudebereich, in der Mobilität als auch in der laufenden Beschaffung der Nachhaltigkeit zum Durchbruch verhelfen. Trotz der herausfordernden Umstiegsphase in die neue Pfarrei haben sie sich vorgenommen, zügig einen Fahrplan zum Ziel zu erstellen und die Umsetzung konsequent anzugehen. Für die kommenden 5 Jahre werden die Pfarreien jeweils einen Koordinator oder eine Koordinatorin für Nachhaltigkeit einstellen. Das Geld dafür - insgesamt 1,1 Mio. Euro - kommt nun aus dem Klimaschutz-Fonds der Erzdiözese.
Beide Kirchengemeinden haben eine Vorgeschichte in Sachen Nachhaltigkeit: In Pforzheim arbeitet schon seit 2022 eine Klimaschutz-Managerin (Klifo009) mit 30 Prozent. Deren Deputat wird nun aufgestockt, sodass ein kleines Team im Bereich Nachhaltigkeitsmanagement entsteht. In Karlsruhe ist eine Gruppe aus Ehrenamtlichen im Klimaschutz-Netzwerk der Karlsruher Kirchengemeinden aktiv. Auf der Arbeit dieses Netzwerkes baut das neue Projekt auf und führt dieses nun mit hauptberuflicher Unterstützung zum Ziel.
"Programm für mehr Artenvielfalt"
Für die Befeuerung der von ihr vorgelegten Biodiversitätsstrategie für die Erzdiözese hat die Kommission Schöpfung und Umwelt zusätzliche Gelder bereitgestellt. Unter dem Motto "Programm für mehr Artenvielfalt" soll die Biodiversität vornehmlich in und um die kirchlichen Gebäude gefördert werden. Die Förderbedingungen des mit 1 Mio. Euro dotierten Programmes werden im Laufe des Herbstes 2026 veröffentlicht.
Als Projektträgerin fungiert die Stabsstelle Schöpfung und Umwelt. Bei ihr können die nötigen Biodiversitätsberatungen geordert und die Förderanträge gestellt werden. Die Gelder dieses Programms fließen den Kirchengemeinden und unselbständigen kirchliche Einrichtungen unmittelbar und in vollem Umfang zu. Am Ende profitieren natürlich vor allem die Gebäudebrüter, denen eine neue Heimat geboten wird oder versiegelte Kirchplätze, die ökologisch und klimatisch aufgewertet werden.
Ausblick:
Da wir die Spannung hochhalten wollen, verraten wir nur so viel: Im nächsten Infobrief geht es um neue Klimaschutzfondsprojekte rund um Ernährung.
Eine Übersicht aller durch den Klimaschutz-Fonds geförderten Projekte finden Sie hier.
