BEIM NAMEN NENNEN
Kirchen erinnern in Kehl an Opfer von Flucht und Vertreibung
Am Vorabend des Weltflüchtlingstags erinnern wir an den Mut und die Würde der Menschen auf der Flucht, und an ihre unaufhebbaren Menschenrechte. Ab 18 Uhr findet ein ökumenischer Gottesdienst in der Friedenskirche in Kehl statt, den Bischöfin Heike Springhart und Erzbischof Stephan Burger mitgestalten. Herzliche Einladung!
Seit 1993 starben mehr als 65.519 Menschen bei dem Versuch, nach Europa zu fliehen. Sie verloren ihr Leben im Meer und in den Wäldern an den europäischen Außengrenzen. Sie starben in Lastwagen oder bei Verkehrsunfällen – immer auf der Suche nach einem sicheren Ort. Durch die aktuelle europäische Flüchtlingspolitik verschärft sich die Lage an den Grenzen weiter. Männer, Frauen, Jugendliche, Kinder und Babys geraten in immer größere Gefahr.
Unter dem Motto „Beim Namen nennen“ laden die Evangelische Landeskirche in Baden und die Erzdiözese Freiburg für Freitag, 19. Juni 2026, zum Gedenken an die Opfer von Flucht und Vertreibung nach Kehl ein. Am Vorabend des Weltflüchtlingstages (20. Juni) wird auf dem Marktplatz und in der Friedenskirche ein vielfältiges Programm angeboten, das mit einem ökumenischen Gottesdienst (18 Uhr) seinen Abschluss findet. Der Gottesdienst wird von Heike Springhart, Landesbischöfin der Evangelischen Landeskirche in Baden, und Stephan Burger, Erzbischof der Erzdiözese Freiburg, gestaltet. Die badische Landeskirche und die Erzdiözese richten das Gedenken stellvertretend für die vier großen christlichen Kirchen in Baden-Württemberg aus.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht ein temporäres Mahnmal, das am 19. Juni in Kehl errichtet wird. Stoffstreifen, beschriftet mit Namen und Todesumständen von Geflüchteten, werden ab 10 Uhr an der Außenfassade der Friedenskirche befestigt. Sie sollen wie in den vergangenen Jahren an die mehr als 65.000 Menschen erinnern, die seit 1993 bei dem Versuch, nach Europa zu gelangen, ums Leben gekommen sind. Interessierte sind eingeladen, sich aktiv an dem Mahnmal zu beteiligen.
Machen Sie mit: Schreiben Sie Namen von auf der Flucht Verstorbenen und erinnern Sie damit an deren Schicksal!
Melden Sie sich unter eeb.ortenau@kbz.ekiba.de für weitere Infos.
Melden Sie sich unter eeb.ortenau@kbz.ekiba.de für weitere Infos.
Vor allem aber: Sprechen Sie sich für die Rechte von Menschen auf der Flucht aus!
Folgender Ablauf ist für Freitag, den 19.6. 2026 geplant:
| 10 Uhr | Friedenskirche Kehl | Öffentliche Befestigung des Mahnmals an der Kirche |
| ab 15:30 | Bühne am Brunnen „Mutter Kinzig“ auf dem Marktplatz unter den Platanen | Vielfältiges Programm und Raum für Begegnung: Gespräche mit Geflüchteten, Einheimischen, Bischöfin Heike Springhart und Erzbischof Stephan Burger bei Kaffee und Getränken |
| 18 Uhr | Friedenskirche Kehl | Ökumenischer Gottesdienst zum Weltflüchtlingstag mit Landesbischöfin Springhart und Erzbischof Burger |
Zu allen Veranstaltungen sind Sie herzlich eingeladen. Es gibt auch im Vorhinein die Möglichkeit, mitzumachen und ein Zeichen der Solidarität und des Gedenkens zu setzen, denn leider wächst das Mahnmal jedes Jahr um weitere Streifen mit Namen von gestorbenen Geflüchteten.
So können Sie helfen: Die Stoff-Streifen mit den Namen der Verstorbenen können am Gedenktag selbst in der Kirche beschriftet und auch verlesen werden. Wenn Sie in Ihrer Gemeinde oder Familie, in einer Gruppe oder alleine schon vorher tätig werden wollen, nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf. Wir senden Ihnen dann das entsprechende Material und eine kleine Anleitung zu.
Bei Interesse und für alle Fragen freuen wir uns über eine Nachricht an eeb.fluchtundmigration.ortenau@kbz.ekiba.de
