Rückblick fair.nah.logisch.-Frühling 2025

Auch in diesem Frühjahr war wieder einiges los bei fair.nah.logisch.: Neue Einrichtungen und Kirchengemeinden erhielten ihre ersten Urkunden, Workshops und Vorträge zu fair.nah.logisch.-Themen fanden statt, Frühstücke mit regionalen und selbstgemachten Produkten wurden organisiert, sowie Impulse zur Bewahrung der Schöpfung weitergegeben. Anbei ein kurzer Überblick zur Inspiration.

Die Verrechnungsstelle Offenburg erhielt im März im Rahmen einer Dienstbesprechung ihre erste fair.nah.logisch.-Urkunde. Ausgezeichnet wurde damit die Beschaffung von Blauer-Engel-Papier und -Hygienepapier, nachhaltigen Büroartikeln, fairem Kaffee, Tee und Keksen; regionaler Milch bzw. Milchalternativen und Säften; ökologischen Reinigungsmitteln; dem demeter-Obstkorb für Mitarbeitende, sowie Geschenken aus dem lokalen Weltladen.
 
Anfang April wurde der Verrechnungsstelle Radolfzell die erste Urkunde überreicht. Dies fand statt im Rahmen einer Besichtigung des Inklusiven Qualifizierungszentrums und Seewerk I des Caritasverbands Konstanz, gemeinsam mit dem Pilotdekanat Konstanz und dem Konradsblatt. Gewürdigt wurden dabei der Bezug von Blauer-Engel-Papier und -Büroartikeln, fairem Tee, regionalen Bio-Backwaren, ökologischen Reinigungsmitteln, Obstkörben mit regionalen Bio-Früchten für Mitarbeitende, sowie Geschenken aus dem lokalen Weltladen.
 
Ebenfalls Anfang April feierte der Kitaverbund Heiligenberg-Frickingen die erste Urkunde im Rahmen eines Kindergottesdienstes in St. Pankratius Altheim. Bisher erreicht werden konnte hier die Umstellung auf ökologische Reinigungsmittel und auf Bio-Tee, Herstellung von selbstgemachtem Apfelsaft gemeinsam mit den Kindern, Anschaffung von Hochbeeten, Nutzung von Altpapier als Malpapier, Teilnahme an Aktionstagen, sowie Öffentlichkeitsarbeit über Instagram.
 
Auch in der Seelsorgeeinheit Karlsruhe-Südwest wurde die erste Urkunde mit einem Gottesdienst Anfang April gefeiert. In einem Infoflyer hat die Gruppe "machHaltmit" zusammengestellt, was fair.nah.logisch. für ihr alltägliches Handeln und Miteinander in den einzelnen Gemeinden bedeutet. Den Flyer können Sie hier einsehen. 
 
Die Kindertagesstätte Don Bosco Waghäusel freute sich im Mai gemeinsam mit Kindern und Eltern im Rahmen eines Umtrunks mit regionalen Säften und Linos über die Urkunde. In der Kita werden Papier und Büroartikel mit Blauer-Engel-Symbol bestellt, Milch, Obst und Gemüse aus dem lokalen Bioladen bezogen, ein Wechselmarkt/Büchertauschregale für die Eltern eingerichtet, sowie Schöpfungsgottesdienste mit den Kindern gefeiert.
 
Die Diözesanstelle der Gemeinschaft Christlichen Lebens Freiburg lud im Mai anlässlich der Urkundenübergabe zum Gespräch bei Kaffee und Kuchen ein. Bei Veranstaltungen der GCL ist vegetarische Verpflegung Standard, Kaffee und Tee werden aus fairem Handel bezogen, bei sonstiger Verpflegung auf Regionalität und Bio-Produkte geachtet, sowie Büromaterial nach ökologischen Kriterien beschafft.
 
Im Rahmen einer Pfarrgemeinderatssitzung im Mai konnte in der Seelsorgeeinheit Pforzheim bereits die zweite Urkunde in Empfang genommen werden. Erfolge waren hier die Umstellung auf Druckerpapier mit blauem Engel, Umstellung auf ökologische Reinigungsmittel in nachfüllbaren Flaschen, die Erstellung einer Liste von Produkten und ihren Bezugsquellen, die Durchführung des Kurses "Klimafreundlich Leben", sowie eine Pflanzentauschbörse in Kooperation mit dem BUND und unter Beteiligung der Stadt Pforzheim.
 
Unter dem Motto "An der Elz – von A bis Z" fand im März ein besonderer Erlebnistag in St. Johannes in Emmendingen statt. Engagierte aus allen Seelsorgeeinheiten auf dem Gebiet des Dekanats Endingen-Waldkirch kamen zusammen, um diesen Tag mit Leben zu füllen und sind ein kleines Stück näher in Richtung neue Kirchengemeinde "An der Elz" zusammengerückt. Das Referat Fair-Trade Diözese war mit einem Infostand zu fair.nah.logisch. und fairen Snacks zum Probieren mit dabei.
 
Auch im fair.nah.logisch.-Pilotdekanat Sigmaringen-Meßkirch war im Frühjahr wieder einiges los.
 
Beim fair.nah.logisch.-Frühstück im Kinder- und Familienzentrum St. Fidelis im April
überlegten sich die Kinder im Vorfeld unter Anleitung ihrer Erzieherinnen, was sie im Backhaus ihren Eltern und Besucher*innen backen wollten. Daraufhin erstellten sie eine Einkaufsliste. Die Zutaten wurden beispielsweise in der Mühle und im Hofladen eingekauft. Mit Hilfe des Backteams wurden daraus köstlich duftende Brötchen und Brote in unterschiedlichsten Formen im Backhaus St. Fidelis gebacken. Kaffee, Tee und Trinkschokolade wurde fair gehandelt im Weltladen eingekauft. Die Kinder, Erzieherinnen und das Backteam bekamen viel Lob und die Bestätigung, dass Selbstgebackenes zum Frühstück in der Gemeinschaft köstlich schmeckt.
 
Ebenfalls im April fand das fair.nah.logisch-Frauen-Frühstück in Engelswies statt. Neben den Brötchen aus der heimischen Bäckerei gab es selbstgemachte Konfitüre (natürlich aus den heimischen Früchten), leckere Brotaufstriche und Dips, Gemüsesticks (Gemüse aus regionalem Anbau, gekauft auf dem Wochenmarkt), Kaffee und Tee aus dem Weltladen. Und auch der Verzicht auf Servietten bereitete niemandem einen Mangel. Die Frauen genossen das verlockende Buffet und tauschten sich über das fair.nah.logisch Thema, sowie über die verwendeten  Rezepte wie z.B. den Karottenaufstrich aus. Nach der Stärkung am Frühstücksbuffet lauschte die Gruppe dem Vortrag der Gemeindereferentin Alexandra Chevalier zum Thema Dankbarkeit. Mit einer inneren Zufriedenheit und Dankbarkeit machten sich die BesucherInnen im Anschluss wieder auf dem Heimweg.
 
Anfang Mai fand im Kloster Beuron unter der Überschrift "Leben heißt sich wandeln – was wir von Wachstumsprozessen in der Natur für unser Leben, den Glauben und die Kirche lernen können" wiederum ein Besinnungstag zum Thema Schöpfungsspiritualität statt. Nach der guten Resonanz 2023 und 2024 fand dieser Tag in 2025 bereits zum dritten Mal statt. 20 Personen nahmen teil, darunter viele ehrenamtlich Engagierte sowie weitere am Thema Interessierte aus dem gesamten Gebiet des Dekanats Sigmaringen-Meßkirch und darüber hinaus. Sie erlebten einen schönen und kraftspendenden Tag in Beuron mit vielen Impulsen für das persönliche Leben. Begleitet wurde der Tag von Frank Scheifers, Theologe und Dekanatsreferent, und Bruder Felix Weckenmann, Mönch, Prior und Gärtner des Klosters Beuron. Die beiden Referenten gestalteten den Tag auf der Grundlage ihres gemeinsamen Buches "Leben heißt sich wandeln", welches im Gmeiner Verlag, Meßkirch, erschienen ist. 
 
Das diesjährige diözesane Peru-Partnerschaftstreffen fand ebenfalls im Mai in Rastatt statt und stand unter dem Motto "Was geht uns der Amazonas an?" Angesichts der weltweiten Erderwärmung, von der gerade Peru in besonderem Ausmaß, aber auch Deutschland immer stärker betroffen ist, spielt die Amazonas-Region eine bedeutende Rolle.
Nach einem Bericht der peruanischen Gäste Dante Sejekam, Anführer des Volkes der Awajun und Präsident der Indigenenorganisation ODECOFROC und Sonia Pastor, Koordinatorin der Sozialpastoral in der Diözese Jaen über die aktuelle Situation vor Ort, diskutierten in einer Podiumsdiskussion Sonia Pastor (Sozialpastoral Jaen), Martina Fornet Ponse (Referentin für Peru/Ecuador, Adveniat), Dorothée Kissel (Leitung Weltkirche, Freiburg) sowie ein Mitglied einer Perugruppe untereinander und mit den Besucher*innen über die Bedeutung Amazoniens für die Welt(kirche).
Die Besucher*innen konnten sich an einem fair.nah.logisch.-Stand über die Initiative fair.nah.logisch. informieren und fair gehandelte Produkte probieren.
Zudem wurde vom Referat Fair Trade-Diözese ein Workshop zum Thema "Amazonien im Fokus – Methoden zum globalen Denken und lokalen Handeln" angeboten, der auf großes Interesse stieß. Gemeinsam wurde über die Folgen unseres lokalen Handelns, vor allem für die Amazonasregion gesprochen und methodische Schritte erarbeitet, wie systematische Veränderungen hin zu mehr Nachhaltigkeit angestoßen werden können.