Gemeinsam träumen - Liebe sei Tat

Das Misereor-Hungertuch 2025/2026

„Um Armut zu überwinden, braucht es Zusammenarbeit und strategisches Denken. Aber das reicht nicht. Es braucht mehr als all dies: Es braucht Liebe!“ (Felix Wilfred, Indien)

Hungertuch 2025/2026 "Gemeinsam träumen - Liebe sei Tat" von Konstanze Trommer
Zum 25. Mal veröffentlicht Misereor in diesem Jahr ein neues Hungertuch. Es trägt den Titel „Gemeinsam träumen - Liebe sei Tat“ und wurde von der Erfurter Künstlerin Konstanze Trommer gestaltet. Das Hungertuch begleitet seit 1976 viele Menschen in katholischen sowie evangelischen Gemeinden und Schulen in den sieben Wochen vor Ostern. Es lädt zur Reflexion und zum Dialog ein und bietet Raum für Diskussionen über wichtige gesellschaftliche als auch globale Themen. 
 
Klima, Kriege, Populismus und Spaltung der Gesellschaft: Die zahlreichen Krisen und Veränderungen, die wir weltweit erleben, verstärken und überlagern sich gegenseitig. In ihrer Wucht und Gleichzeitigkeit überfordern sie viele Menschen. Was bleibt, wenn die großen Entwürfe zerbröseln? Welcher Grund trägt uns?
Hoffnungsspuren und Einladung zur Einmischung
Konstanze Trommer hat das Bild des Hungertuchs als digitale Fotocollage entworfen und auf Leinwand drucken lassen. Die Fotos, die später übermalt und verfremdet wurden, zeigen Menschen aus Partnerprojekten von Misereor. Andere hat die Künstlerin in ihrem privaten Umfeld selbst aufgenommen. Im Mittelpunkt des Hungertuchs stehen Kinder allein auf einer Sandbank, umgeben von Meer und bedroht von einem Sturm. Dennoch legt das Bild Hoffnungsspuren: Die Kinder packen ihr Überleben tatkräftig an und probieren, wie gelingendes Miteinander aussehen kann. „Allein tatkräftige Liebe - das Aktivwerden und nicht nur das Sprechen darüber - wird uns helfen, Krisen zu überwinden“, betont Trommer. So sei das Hungertuch „Einladung zur Einmischung, damit Liebe zur rettenden Insel im Meer der Worte werden könne“, so die Künstlerin.