Ein verborgenes Leben

Anfang der 1940er-Jahre gerät der tiefgläubige oberösterreichische Bauer Franz Jägerstätter in einen Gewissenskonflikt, als er für die Nationalsozialisten in den Krieg ziehen soll. 

Trotz aller Anfeindungen in seinem Dorf verweigert er den Eid auf Hitler und wird 1943 wegen „Wehrkraftzersetzung“ zum Tode verurteilt. Der US-amerikanische Filmemacher Terrence Malick eignet sich diesen historischen Stoff in seiner unverwechselbaren Weise an und verwebt ihn zu einem leisen und bewegenden Bekenntnis für eine Ethik des Widerstands und des reinen Gewissens. Die zelebrierte Dorfidylle der Friedenszeit unterstreicht letztlich stimmig die Darstellung eines vom Bösen zerstörten Paradieses. (nach: Filmdienst)  Vorlage für das Drehbuch ist die Biografie „Er folgte seinem Gewissen. Das einsame Zeugnis des Franz Jägerstätter“ von Gordon C. Zahn. Die Frage nach dem Nutzen des Widerstandes eines Einzelnen taucht immer wieder auf. Franz Jägerstätter wird seit 2007 in der römisch-katholischen Kirche als Seliger verehrt.  
 
Spielfilm, 167 Min., Deutschland, USA, 2019
 
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