Ahimsa - Gandhis Kampf ohne Waffen
Vor 70 Jahren (1948) wurde in Neu-Delhi Mohandas Karamchand Gandhi von einem Hindu-Extremisten erschossen.
Die intensiven Bemühungen des "Mahatma" (Große Seele) um eine Aussöhnung von Hindus und Muslimen im unabhängigen, aber geteilten Indien waren dem Attentäter ein Dorn im Auge. Gandhi war eine vielseitige Persönlichkeit: ein interreligiöser Denker, der mühelos Ost und West, Bhagavad-Gita und Bergpredigt verband; ein eifriger Publizist und Philosoph, ein politischer Aktivist, ein Vordenker und Praktiker des gewaltfreien Widerstands, ein ideenreicher Anführer der indischen Befreiungsbewegung. Der kleine Mann, nur in selbst gewobene weiße Baumwolle gehüllt, wurde bald weltweit zum Inbegriff des zivilen Widerstands. Die Dokumentation bietet auch eine kleine Einführung in Gandhi´sches Denken und die Praxis des gewaltfreien Widerstands. Gandhi verstand seine Kampfmethode gegen die britischen Kolonialherren nicht als passiven, sondern als höchst aktiven Widerstand. "Satyagraha" (etwa: "Kraft der Wahrheit") war sein Wort dafür. Als "höchstes Ideal" aber bezeichnete Gandhi die Gewaltfreiheit ("Ahimsa"), die in allen seinen Überlegungen Ausgangspunkt und Grundlegung war. So wird es verständlich, warum für den Hindu Mohandas Gandhi die Bergpredigt des Matthäus-Evangeliums von zentraler Bedeutung war. Mohandas Karamchand Gandhi, besser bekannt als Mahatma Gandhi, wurde 1948 von einem Attentäter erschossen. Diese Dokumentation bietet einen Einblick in Gandhis interreligiöses Denken und in seinen politischen Aktivismus gegen die britischen Kolonialherren, den er selbst nie als passiv empfunden hat.
Dokumentarfilm, 47 Min., Deutschland, 2018
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