"Wie gespalten erleben Sie die Kirche?"

Wie tief gehen die Gräben in der katholischen und evangelischen Kirche in Deutschland tatsächlich?

Eine bundesweit angelegte Befragung des Vereins futur2 e. V. erhebt erstmals systematisch die Wahrnehmung innerkirchlicher Polarisierung. Die Teilnahme ist ab heute (29.05.2026) geöffnet.

Synodaler Weg, Friedensethik, Frauenpriestertum, Heilsverständnis, der kirchliche Umgang mit Rechtspopulismus: Über die Konfliktlinien in den deutschen Kirchen wird seit Jahren intensiv geschrieben, gesprochen und gestritten. Was bislang fehlt, sind systematische Daten dazu, ob und wie stark diese Polarisierung im innerkirchlichen Raum wahrgenommen und beschrieben wird.
 
„Wir erleben derzeit vielerorts, dass gemeinsame Verständigungsräume kleiner werden“, erklärt Valentin Dessoy von futur2. „Uns interessiert, wie Polarisierung konkret wahrgenommen wird: Welche Themen gelten als besonders konfliktgeladen? Wie stark werden innerkirchliche Spannungen erlebt? Welche Mechanismen prägen Debatten? Und wie groß ist die emotionale Distanz zwischen Menschen mit unterschiedlichen Positionen?“
 
Die Ergebnisse fließen direkt in den Strategiekongress 2026 ein, der am 2. und 3. Dezember 2026 stattfindet. Träger der Studie und des Kongresses ist der Verein futur2 e. V., der seit 2008 die Kongressreihe ausrichtet und die gleichnamige Online-Zeitschrift herausgibt.
 
Entscheidend für die Aussagekraft der Befragung ist die Beteiligung aus allen kirchlichen Strömungen. „Solche Online-Befragungen können keine Bevölkerungs-Repräsentativität herstellen. Sie können aber belastbar zeigen, wie Polarisierung in der Kirche wahrgenommen und beschrieben wird, wenn die Beteiligung hinreichend vielfältig ist", sagt Ursula Hahmann von futur2, die die Befragung gemeinsam mit Valentin Dessoy verantwortet. Eingeladen sind alle Mitglieder der katholischen und evangelischen Kirchen in Deutschland.
 
Jetzt an der Befragung teilnehmen:
  • Wer kann mitmachen? Alle Mitglieder der katholischen und evangelischen Kirche in Deutschland. Die Befragung ist vollständig anonym.
  • Link zur Studie: pik-studie.de
  • Dauer: ca. 15 bis 20 Minuten
  • Laufzeit: bis zum 31. Juli 2026
 
Über futur2 e. V.
futur2 e. V. ist Träger des Strategiekongresses und gibt die gleichnamige ökumenische Online-Zeitschrift heraus. Der Verein arbeitet ökumenisch und interdisziplinär an Fragen der Entwicklung von Kirche und Gesellschaft.
 
Über den Strategiekongress
Unter dem Titel „Ignorieren, streiten oder. Fragmentierung und Polarisierung in Kirche“  findet am 2. und 3. Dezember 2026 der 9. Strategiekongress statt. Er richtet sich im Besonderen an Fach- und Führungskräfte in Kirche und kirchennahen Organisationen. Mitveranstalter sind kairos, Coaching, Consulting, Training, die Thomas-Morus-Akademie Bensberg und die Evangelische Arbeitsstelle für missionarische Kirchenentwicklung und diakonische Profilbildung (midi) und die XIQIT GmbH.
Für Kongressplanung, Veranstaltungsdesign und Durchführung zeichnet das Board verantwortlich. Ihm gehören aktuell an: Pröpstin Henriette Crüwell (EKHN, Mainz), Dr. Valentin Dessoy (kairos, Wiesbaden), Pfarrerin Birgit Dierks (midi, Berlin), Dr. Tobias Kläden (KAMP, Erfurt), Ursula Hahmann (XIQIT, Aachen), Frank Reintgen (Erzbistum Köln), Andreas Schlamm (midi, Berlin), Prof. Dr. Christian Schröder (IU, Aachen) und Judith Uebing (Thomas Morus Akademie, Bensberg).
 
 
Pressekontakt
futur2 e. V., Ursula Hahmann, uh@futur2.org, 0241 4001692, 0170 5437070